Bablic

Die Welt wächst durch das Internet zusammen? Grundsätzlich mag das stimmen aber es gibt dabei ein großes Problem. Das Startup Bablic aus Tel-Aviv möchte das ändern.

In der heutigen Welt der Globalisierung und zunehmender Vernetzung wird es für Unternehmen und Webseiten-Betreiber immer einfacher, ein globales Publikum für den eigenen Service zu erreichen. Eine Homepage kann schließlich von jedem Land auf der Welt aus angeklickt werden – solange ein Zugang zum Internet verfügbar ist. Eine große Hürde gibt es dabei aber: die Sprache.

bablic-startupAuch wenn Sprache für viele Menschen ein hohes kulturelles Gut ist und auch ein Teil ihrer eigenen Persönlichkeit darstellt, kann die Verwendung von unzähligen Sprachen auf der Welt ein Problem sein. Die Kommunikation mit Menschen aus anderen Kulturen oder Ländern kann so erheblich erschwert werden. Auch aus der Sicht von Webseite-Betreibern liegt hier ein großes Problem, denn ein großer Teil potentieller Kunden kann nicht erreicht werden, wenn die eigene Webpräsenz nicht in einer verständlichen Sprache verfügbar ist. Ganz plakativ gesprochen, kostet die Übersetzung der eigenen Seite also viel Geld.

Dieses Problem möchte das Startup Bablic aus Tel-Aviv einfach und preiswert lösen.

Das Produkt von Bablic

Die Kunden von Bablic sind kleinere Unternehmen, Agenturen oder Selbstständige. Bablic bietet ihnen die Möglichkeit, mit minimalem Aufwand eine Übersetzung ihrer Seite in eine Sprache nach Wahl zu erhalten. Dabei wird von Bablic die gesamte technische Komponente übernommen. Hierfür muss auf der eigenen Seite nur ein wenig zusätzlicher Code eingefügt werden.

bablic logo

Im nächsten Schritt kann Bablic kann die eigene Seite automatisch übersetzen. Diese Übersetzung wird natürlich noch sehr fehlerhaft sein. Daher kann der Kunde entscheiden, ob er selbst Verbesserungen am übersetzten Text vornehmen will oder dies durch die Übersetzer von Bablic erledigt haben möchte.

Bablic kann dabei auch von Übersetzern eingesetzt werden, die die Internetpräsenz eines Kunden in eine andere Sprache übertragen sollen. Die technischen Aspekte dieser Aufgabe können dabei an Bablic outgesourct werden, damit sich ein Übersetzer auf seinen eigentlichen Job konzentrieren kann.

Bablic funktioniert dabei nach dem „Freemium“-Modell. Ein Basis-Account ist für die Kunden also kostenlos verfügbar. Steigt allerdings beispielsweise die Anzahl der Sprachen oder die Wortanzahl auf der Seite, werden kostenpflichtige Tarife im Abo Modell fällig. Das teuerste Paket kostet dabei 200 Dollar im Monat. Die Preisstruktur macht klar, dass kleinere Geschäftskunden die Kernzielgruppe von Bablic sind.

Wo steht Bablic aktuell?

Das Startup wurde 2012 gegründet und verfügt noch über ein vergleichsweise kleines Team von höchstens zehn Leuten. Trotzdem war man bereits in der Lage, Kapital von Investoren zu erhalten.

Gegründet wurde Bablic unter anderem von Gabriele Manasse und Ishai Jaffe. Gabriele ist aktuell auch CEO beim Startup. Zuvor war er bei einem Online Trading-Unternehmen angestellt. Ishai ist CTO bei Bablic.

Die Konkurrenz auf dem Markt der Übersetzungen

Bablic bietet für eine gewisse Kundengruppe ein passgenaues Produkt an. Dabei ist vor allem die leichte Integration einer Übersetzung auf einer Homepage, die ohne größeren technischen Aufwand realisierbar ist, ein wichtiger Punkt für die Kundenbindung. Dadurch konnte man sich am Markt etablieren und hohe Qualität in einem teilweise standardisierten Produkt zu einem akzeptablen Preis anbieten. Durch das Abo-Modell kann man weiterhin auf wiederkehrende Zahlungen der Kunden bauen.

Die Gefahr durch mögliche Konkurrenten mag bestehen, denn natürlich können auch andere Unternehmen eine Softwarelösung entwickeln, mit der sich Webseiten einfach übersetzen lassen. Bablic aber hat seine Position im Markt anscheinend gefunden und konnte sich auch schon einen Kundenstamm aufbauen. Da das Produkt funktioniert, wird Bablic nicht mehr allzu leicht vom Markt zu verdrängen sein.

Bablic: Etabliert am Markt mit guten Zukunftsaussichten
Das Startup gehört mit einem Gründungsdatum aus dem Jahr 2012 bereits zu den „erwachsenen“ Unternehmen. Auch konnte man bereits das Kapitel von Investoren einsammeln. Eine Etablierung am Markt ist also geglückt.

Weiterhin besteht eine große Nachfrage nach kostengünstig verfügbaren Übersetzungen von Internetseiten, da gerade kleinere Unternehmen dafür nur begrenztes Kapital zur Verfügung haben. Auch ist das Geschäftsmodell, zumindest teilweise, skalierbar. Aktuell spricht nichts dagegen, dass sich Bablic auch in Zukunft am Markt behaupten wird. Auch einem weiteren Wachstum steht nichts im Wege.

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