Intel Ivy Bridge Prozessoren

Intel Ivy Bridge Prozessoren – Einleitung

Ivy Bridge ProzessorenNachdem das amerikanische Unternehmen Intel bereits im Januar 2011 seine neuen Hauptprozessoren auf Basis den Intel Sandy Bridge Mikroarchitektur vorgestellt hat, konnte das Unternehmen aus Santa Clara, Kalifornien nun den nächsten Schritt vollziehen und die Sandy Bridge Mikroarchitektur auf einen noch feineren Fertigungsprozess von lediglich 22nm umstellen.

Die 2. Generation der Intel Sandy Bridge Mikroarchitektur hört auf die Bezeichnung Intel Ivy Bridge und kommt in allen neuen Intel Hauptprozessoren der aktuellen Baureihen Celeron, Pentium, Core i3, Core i5 und Core i7 für den Prozessorsockel 1155 zum Einsatz.
 
 

Intel Ivy Bridge Prozessoren – Die Technik

Die Prozessoren die auf der Intel Ivy Bridge Technologie basieren, verfügen wahlweise über ein Dual Core oder Quad Core Design. Das bedeutet das sie mit zwei oder vier physikalischen Prozessorkernen ausgestattet sind. Zudem kann je nach Modell auch auf eine Hyperthrading Technik zurückgegriffen werden, die weitere zwei bis vier virtuelle Prozessorkerne simuliert und somit mehrere parallele Aufgaben ermöglicht.

Alle Ivy Bridge Prozessoren verfügen pro Prozessorkern über jeweils 32 KiByte L1 Cache sowohl für Daten als auch für Instruktionen. Hinzu kommen 256 KiByte L2 Cache je Prozessorkern, die 1:1 mit dem Prozessortakt skalieren. Der für die Leistung immens wichtige L2 Cache kann je nach Modell 3, 6 oder 8 MiByte groß sein und skaliert ebenfalls 1:1 mit dem Prozessortakt.

Durch die sehr feine Fertigungstechnik von lediglich 22nm ist es Intel gelungen, auf einer Fläche von lediglich 160 mm² bis zu 1,4 Milliarden Transistoren (Schalteinheiten) unterzubringen. Diese beinhalten neben dem Hauptprozessor eine zusätzliche Grafikeinheit (iGPU), die als Ersatz für eine optionale Grafikkarte dienen kann.

Neben den hohen Taktfrequenzen von 2,5 bis 3,5 GHz zeichnet sich die Ivy Bridge Prozessorarchitektur vor allem durch ihre extrem hohe Effizienz aus. Die Intel Ivy Bridge Prozessoren sind aktuell das Maß aller Dinge für Heimanwender und den professionellen Einsatz und verbrauchen dennoch unter Volllast maximal 77 Watt. Gerade in diesem Bereich hat Intel ganze Arbeit geleistet und senkt den Verbrauch und die daraus resultierende Abwärme noch einmal um bis zu 15 Prozent bei ca. 10 Prozent mehr Leistung im Vergleich zum direkten Vorgänger.

Natürlich unterstützen die Ivy Bridge Prozessoren der Core i3, Core i5 und Core i7 Serien alle wichtigen Befehlssätze wie MMX, SSE, SSE2, SSE3, SSSE3 und SSE 4.2 sowie die Intel 64 Technologie. Ausgewählte Modelle beherrschen sogar die Virtualisierungsbefehle AVX, TXT sowie das simulieren virtueller Kerne mittels Intels SMT-Technologie.

Intel Ivy Bridge Prozessoren – Die Modelle

Intel bietet seine Ivy Bridge Prozessorarchitektur aktuell in vier unterschiedlichen Baureihen an. Die Pentium Serie wird durch die Prozessoren Intel Pentium G2100T und Intel Pentium G2120 repräsentiert und eignet sich vor allem für Heimanwendungen in den Bereichen Internet und Office. Preislich liegen die Intel Pentium Modelle der neusten Generation bei weniger als 100 Euro und stellen den perfekten Einstieg in die Ivy Bridge Prozessorarchitektur dar.

Intel Ivy Bridge

Über der Pentium Serie hat Intel seine Core i3, Core i5 und Core i7 Prozessorserien platziert. Hier hat der Anwender die Wahl zwischen Dual Core Modellen aus der Intel Core i3 Serie oder Quad Core Modellen aus der Intel Core i5 oder i7 Serie. Die Intel Core i7 Serie kann sich seinerseits noch einmal durch einen größeren L3 Cache und vier zusätzlichen virtuellen Kernen von der Core i5 Serie absetzen.

Die Core i5 Serie eignet sich perfekt für Computerspieler, Grafik- und Videobearbeitung sowie der Wiedergabe von multimedialen Inhalten. Die Core i7 Serie richtet sich vor allem an professionelle Anwender und Enthusiasten.